Patenkinder

Inzwischen haben wir zwölf Schützlinge in unserer Obhut, deren Kosten über Patenschaften getragen werden, die der Verein verwaltet und sichert. Angefangen hat alles mit einer sogenannten, ehemaligen Hochleistungsmilchkuh namens Daisy. Sie wurde die erste Patenkuh des Vereins, für deren Unterhalt unsere Mitglieder aufkamen.

Daisy hat in ihrem Leben über 100.000 Liter Milch für Menschen hergeben müssen und sollte als Belohnung für ihre Dienste trächtig geschlachtet werden. Sie hatte durch ihr entbehrungsreiches Leben mit Kniegelenksarthrose im linken Hinterbein zu kämpfen, was eine Operation nötig machte. Dadurch konnten ihre Schmerzen gelindert werden. Ein herzensguter Mensch hat sie gerettet und in unsere Hände gegeben.

Am 26. Juni 2019 erblickte die kleine Pride das Licht der Welt und Daisy war es zum ersten Mal in ihrem Leben vergönnt, Mama zu sein. Elf Kälber wurden Daisy im Laufe ihres Lebens direkt nach der Geburt genommen, aber für unsere kleine Pride durfte sie da sein. Bei unseren Besuchen wurden wir Zeugen davon, wie diese scheue Kuh, die von Menschen nichts mehr wissen wollte und sich nicht berühren ließ, aufblühte. Sie fasste wieder ein bisschen Zutrauen und genoss sichtlich die Zeit mit ihrer Tochter.

Ein tragischer Unfall im Stall führte dazu, dass Daisy sich neuerlich an ihrem linken Hinterbein verletzte und erlöst werden musste. Der Nachruf an Daisy kann hier gelesen werden. Pride war zu dieser Zeit etwas mehr als fünf Monate alt. Sie hat ihre Mama natürlich sehr vermisst, aber inzwischen auch Anschluss an andere liebevolle Kuhmamas gefunden, die sich ihrer angenommen haben. Unsere kleine Pride wird ihr Leben lang nicht ausgebeutet werden. Ihr ist anzumerken, dass sie keine schlechten Erfahrungen mit Menschen machen musste. Sie lässt sich gerne streicheln.

Mitte November 2019 wurden wir durch einen Artikel in der Zeitung auf eine Tragödie aufmerksam, die sich in Dettingen (einem Vorort von Konstanz) ereignet hatte. Ein Jugendlicher hatte 40 Kälber per eBay bestellt. Diese waren vor, während und nach dem Transport nicht mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt worden. Noch am selben Tag, als der Artikel erschien, haben wir allen Seiten klar gemacht, dass wir die Kälbchen retten möchten. Wir wollten nicht zulassen, dass sie, sobald sie durch das Verterinäramt gesund gepflegt worden wären, in die Mast gehen, um dann geschlachtet zu werden. Es hat uns das Herz gebrochen, in den darauf folgenden Wochen wieder und wieder davon zu hören, dass weitere Kälbchen eingeschläfert werden mussten.

Am 16. Januar durften wir die elf Überlebenden dann auf einem Pensionshof in Empfang nehmen. Es war ein sehr bewegender Moment, als die winzigen, dürren Kälbchen in ihr neues Zuhause stolperten. Wir hoffen für sie alle nun das Beste und dass sie bald groß und stark werden.

Der Chäppishof im Thurgau wurde Daisys neues Zuhause, in welchem sie ihren Lebensabend friedlich verbringen durfte und fünf Monate die kleine Pride hegte und pflegte. Dort wird nun immer Prides Zuhause sein. Die Umstellung auf einen Pensionshof wurde von der Stiftung für Nutztiere unterstützt.

Die anderen elf Kälbchen sind in Mengen im Kreis Sigmaringen untergebracht. Der dortige Pensionshof wurde von dem Verein Lebenshilfe Kuh und Co angeregt, der dort viele weitere gerettete Rinder untergebracht hat.

Unsere Schützlinge freuen sich immer über zusätzliche Unterstützung. Setze dich gerne mit uns in Verbindung (info@animalpride.de), um eine Patenschaft zu übernehmen, oder um den Kälbchen mit einer Einzelspende zu helfen, die dann für Tierarztkosten Verwendung finden.

Unsere Kontodaten findest du hier.